Kompetentes Arbeitstechnikbuch für Geschichtsstudenten: “Klug recherchiert: für Historiker” von Estella Kühmstedt

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Historiker als Geisteswissenschaftler arbeiten mit und am Text – sei es in Form von Quellen oder sei es mit der Forschungsliteratur. Der Umgang mit Sprache ist unser Handwerkszeug. Dazu gehört neben dem Verfassen eigener Texte auch das Lesen und Recherchieren in Quellen und in der Sekundärliteratur. Letzteres ist Basisarbeit in der historischen Forschung. Das Auffinden der passenden Sekundärliteratur ist ein wichtiges Handwerkszeug, daß jeder Historiker in den ersten Semestern lernen sollte.

Zum Recherchieren gehört nicht nur zu wissen, wo man Literatur findet, sondern auch ihre Einordnung und Zuordnung zum eigenen Thema, ihre Bewertung. Wer schon einmal intensiv zu einem historischen Thema gearbeitet hat, wird schnell merken, daß Kenntnisse und Erfahrungen über das Recherchieren von Sekundärliteratur aus Wissenschaftlersicht überlebensnotwendig ist. Wer nichts findet oder nicht weiß, wo er etwas findet, ist aufgeschmissen.

Und wie lernt man nun recherchieren? Meist gibt es im Studium in einem propädeutischen Seminar eine kurze Einführung. Besser noch ist der Besuch einer Einführung durch das geschulte Bibliothekspersonal. Oder man nutzt Bücher, die diese Arbeitstechnik einem näher bringen wie Estella Kühmstedts “Klug recherchiert: für Historiker”, 2013 in der UTB erschienen.

Die Autorin ist als Historikerin und Bibliothekarin für das Thema prädestiniert. Nach ihrem Vorgängerband “Klug recherchiert: für Politikwissenschaftler”, 2012 ebenfalls bei der UTB erschienen, legt sie nun den Band für uns Historiker vor. Entsprechende Titel gibt es in der Welt der Arbeitstechnikbücher genug, teilweise kombinieren sie die Literaturrecherche mit der des wissenschaftlichen Schreibens.

Was bietet also dieser Band? Weiterlesen

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Workshop “Ab ins Netz – Social Media für Wissenschaftler” am Frauenhofer Institut, Leipzig, 3. Dezember

Mein Workshop “Ab ins Netz – Social Media für Wissenschaftler” wird für dieses Jahr den Abschluß meiner Seminare 2013 bilden. Quer durch die ganze Republik bin ich dieses Jahr gekommen, interessante Begegnungen und Reaktionen mit den Teilnehmern erlebt, die mich so manches Mal zum Nachdenken angeregt haben. Dank des Feedbacks habe ich an meinen Workshops weitergearbeitet, hier und da die Schrauben neu justiert. Ich lerne ja jedesmal auch mit dazu. Weiterlesen

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Update 1: Experiment Selfpublishing… oder wie veröffentliche ich meine Dissertation

Als ich eben nach dem ersten Beitrag zu meinem Experiment Selfpublishing meiner Dissertation suchte, erschrak ich doch ein wenig über das damalige Veröffentlichungsdatum. Voller Zuversicht schrieb ich im Sommer, daß ich meine Dissertation im Herbst veröffentlichen würde. Nun ja, der Blick auf den heutigen Kalendertag offenbart, daß ich diesen Teil des Experiments nicht eingehalten habe.

Warum? Es fehlte mir nicht am Willen, sondern die beruflichen Umstände ließen es nicht zu. In Absprache mit meinen Gutachtern mußte ich einige Ergänzungen in der Einleitung vornehmen. Dafür brauchte ich – wie es eben so beim wissenschaftlichen Schreiben ist – einen ruhigen Moment. Glücklicherweise hatte ich seit Sommer beruflich viel mit Workshops, mit meiner Arbeit als freie Mitarbeiterin für den Verlag Eugen Ulmer, als Jurymitglied mit dem Fast Forward Science Wettbewerb und meiner Arbeit als Sounding Board Mitglied für die Max-Planck-Gesellschaft zu tun gehabt. Volle Auftragsbücher – wenige ruhige Minuten. Die berühmten zwei Seiten einer Medaille. Übrigens ein Fakt für den höheren Zeitaufwand, auf den ich immer wieder in meinem Workshop “Wissenschaftliches Publizieren” hinweise, damit die Teilnehmer einen realistischen Blick auf die benötigte Zeit für die Veröffentlichungsvorbereitung bekommen. Weiterlesen

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Interview auf Digitalistbesser: Social Media – Flut oder Segen für die Kommunikation in der Wissenschaft?

Heute ist ein Interview mit mir auf der Plattform Digitalistbesser erschienen. Marcus Klug stellte mir Fragen zur Rolle von Social Media für die Wissenschaftskommunikation, zu einem möglichen Paradigmenwechsel, zum Einsatz von Webvideos in der Wissenschaft und  zu meinen Erfahrungen dabei. Natürlich durfte der Blick in die Glaskugel Zukunft auch nicht fehlen.

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Fast Forward Science 2013: Gewinner und Bilanz

Der Webvideowettbewerb Fast Forward Science 2013, initiiert, organisiert und getragen von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ist am 12. November mit der Auszeichnung der Preisträger im Rahmen des 6. Forums Wissenschaftskommunikation zu Ende gegangen (Fotos der Preisverleihung können Sie sich hier anschauen). Als Jurymitglied durfte ich im Oktober gemeinsam mit meinen Kollegen die Gewinner in einer heißen, diskussionsintensiven Sitzung küren.

Gewonnen haben: Weiterlesen

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Erwiderung auf Passig: öffentliche Bibliotheken sind der soziale und informative Kit unserer Gesellschaft!

Vor einer Woche erschien bei Zeit online eine Kolumne von Kathrin Passig zur Zukunft öffentlicher Bibliotheken. Als passionierte Verfechterin der (kulturellen) Informations- und Machmöglichkeiten durch das Internet war es schon vor der Lektüre klar, daß sie einen äußerst kritischen Blick auf die Papierbibliotheken hat. Nun hat sich zu diesem Beitrag eine heiße Diskussion in der Bibliothekswelt aufgetan (Beispiele hier, hier hier und hier).

Als passionierte Bibliotheksgängerin und schon länger mit dem Thema Beschäftigte (hier, hier und hier) muß ich zu den Gedanken von Passig meine öffentlich machen. Sie schwaben gerade so über mich und kommen vielleicht da etwas ungeordneter her. Weiterlesen

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Workshop “Wissenschaftliches Publizieren” am 14. November an der Hochschule RheinMain

In Kooperation mit der Hochschule RheinMain biete ich für alle Doktoranden am 14. November meinen Workshop “Wissenschaftliches Publizieren an.

Jeder Doktorand publiziert im Laufe seines “Forschungslebens”: zuerst sind es kleinere Aufsätze, Rezensionen, später dann die Dissertation als opus magnum. Die Veröffentlichungen erscheinen in der Regel in einem Verlag. Und hier fangen die Fragen an: Was heißt Urheberrecht? Was sind Nutzungsrechte? Welche Rechte und Pflichten hat der Autor, welche der Verlag? Wie ist ein Verlagsvertrag aufgebaut? Wie läuft ein Publikationsprozess ab? Welche Möglichkeiten der Veröffentlichung gibt es? Was ist Open Access? Wieso soll der Autor sich bei VG Wort melden? Weiterlesen
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Solider Ratgeber, jedoch im Kern wenig konsequent: “Social Media Marketing für Unternehmer. Der 30-Minuten-Faktor” von Jens Schlüter (Rezension)

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Was ist eigentlich das größte Problem bei Social Media für kleinere und mittlere Unternehmen? Nein, nicht der Inhalt. Auch nicht immer die Auswahl der Plattform. Vielmehr ist es der Zeitfaktor, wenn man dieselben mal fragt.

Ganz schnell hört man den Satz “Das auch noch? Wann soll ich denn DAS ALLES schaffen?”. Und eigentlich haben sie schon recht. Denn wir, die Profis, die wir uns tagtäglich auf Facebook, Twitter oder Youtube bewegen, wir, die mehrere Blogs parallel wöchentlich befüllen, wir, die immer ein Auge auf die neusten Trends haben, wir, die wir fast alles über Strategie, Contentmarketing, Blogger Relations, Statistik etc. meinen zu kennen – ja wir, die mit Social Media ihr Geld fürs tägliche Brot verdienen, vergessen allzuleicht, daß für die “Anderen” der Zeitfaktor eben ein wirklicher Hemmschuh in der (effektiven) Nutzung sein kann.

Ja, Social Media zu nutzen kostet Zeit, vor allem für die Unternehmen wie Handwerker, kleine Büros etc., die Aufträge akquirieren müssen, bestehende Kundenaufträge zur Zufriedenheit erledigen müssen und sich am Abend dann noch mit der Buchhaltung beschäftigen müssen. Familien- und Freizeitleben kommen schon dabei oft zu kurz. Und dann sollen sie noch Social Media nutzen. Ja, dazu braucht es eben eine definierte Zielstellung, eine sinnvolle Plattformauswahl und eben ein gutes Zeitmanagement. Dies zu erkennen, individuell auszuarbeiten, auch Ängste zu nehmen, funktioniert eben mit Workshops oder eben in Selbstlektüre mit einem Buch wie das von Jens Schlüter: “Social Media Marketing für Unternehmer. Der 30-Minuten-Faktor”. Weiterlesen

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Workshop “Ab ins Netz – Social Media für Wissenschaftler” an der Universität Rostock, 24. Oktober 2013

Auf geht’s zum Workshop! Foto: RainerSturm / pixelio.de

Gleich der nächste Workshop-Termin steht für kommende Woche an. Da geht es wieder in den Norden, zur Universität Rostock. Dort werde ich in Kooperation mit der Graduiertenakademie meinen Workshop “Ab ins Netz – Social Media für Wissenschaftler” am 24. Oktober 2013, 9-17 Uhr halten.

In den letzten Tagen habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich den Workshop noch praxisnaher gestalten kann. Ein paar Ideen sind mir gekommen. Ich bin mal gespannt, ob sie funktionieren. Weiterlesen

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Workshop “Wissenschaftliches Publizieren: Traditionelle und neue Wege” an der Graduierten-Akademie der Universität Jena, 15. Oktober

Auf geht's zum Workshop! Foto: RainerSturm / pixelio.de

Auf geht’s zum Workshop! Foto: RainerSturm / pixelio.de

In Kooperation mit der Graduierten-Akademie der Universität Jena biete ich für alle Doktoranden am 15. Oktober meinen Workshop “Wissenschaftliches Publizieren: Traditionelle und neue Wege an. Weiterlesen

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