4 hilfreiche Tipps zur Verlinkung auf ältere, thematisch passende Blogbeiträge

Wer regelmäßig in seinem Blog schreibt, kennt diese Situation. Chronologisch wie Blogs aufgebaut sind, rasen die Einträge oft nur so dahin. Der aktuellste wird als erstes angezeigt, ältere verschwinden schnell in der Geschichte des Blogs. Wenn ich durch Zufall auf ältere Beiträge stoße, geht es mir oft so, daß ich dann wehmütig auf die nun schon 180 Artikel zurückschaue. Vor allem bei Themen, die man intensiv von mehreren Seiten betrachtet, möchte man gerne einen leichten Zugang für den Leser zu allen schaffen. Wie kann man das erreichen? Welche technischen Möglichkeiten gibt es dazu?

Eine mehrstufige Strategie ist an dieser Stelle sehr hilfreich. Zunächst kann man mit einfachen Maßnahmen einiges erreichen.

  1. Artikel in gemeinsame Kategorie einordnen:
    Scheint dieser Schritt auf den ersten Blick banal, so ist er doch der Anfang. Kategorien helfen dem Leser und Blogger die Artikel thematisch zu ordnen. Wählen Sie den Kategorienamen so, daß er einerseits aussagekräftig, andererseits auch thematisch nicht zu eng gewählt ist. Zudem unterstützen gut gewählte Kategorien eine gute Listung der Artikel im Index der Suchmaschinen. Es ist also eine einfache SEO-Maßnahme.
  2. Aussagefähige Verschlagwortung des Artikels:
    Eng an die Maßnahme Kategoriewahl und Einordnung ist die richtige Verschlagwortung eines Artikels  angelehnt. Wählen Sie vier, fünf sinnvolle, aussagekräftige Schlagwörter. Diese sollen die Einordung des Artikels in eine Kategorie mit ihrer Aussagekraft präzisieren. Sie haben also mehr Spielraum als in der Benennung der Kategorie. Jedoch nutzen Sie Oberbegriffe und wiederholen Sie Schlagwörter für Artikel mit sehr ähnlichem Inhalt. Kraut- und Rübenverschlagwortung führt nicht zum Ziel! Wie bei den Kategorien lieben auch Suchmaschinen aussagefähige Schlagwörter. Ihre Blogartikel werden so besser in den Suchmaschinenergebnissen gelistet.
  3. manuelle Verlinkung auf ältere Artikel
    Sie als Blogger kennen sich in Ihrem Blog am besten aus. Verlinken Sie passend auf thematisch ältere Beiträge. So leiten Sie ohne große Aufdringlichkeit Ihre Leser weiter. Der Vorteil dieser Maßnahme: es liegt in Ihrer Hand, welch älterer Artikel wieder in den Fokus der Leser geraten soll. Zudem ist diese interne Verlinkung eine weitere nützliche SEO-Maßnahme für Ihren Blog, die weder viel Geld noch Zeit benötigt.
  4. hilfreiche WP-PlugIns zur Verlinkung auf ältere Beiträge
    Natürlich funktioniert die Verlinkung auf ältere Artikel auch automatisch. Wer mit der Bloggersoftware WordPress arbeitet, dem stehen zahlreiche verschiedene PlugIns zur Verfügung. Drei von ihnen möchte ich hier vorstellen.

    Beispiel für WP-PlugIn Contextual Related Posts auf meinem Blog. Foto: Wenke Bönisch

    Beispiel für WP-PlugIn Contextual Related Posts auf meinem Blog. Foto: Wenke Bönisch

    a) WP-PlugIn: Contextual Related Posts

    Contextual Related Posts verlinkt am Ende des Beitrages auf thematisch ähnliche Beiträge. Die Einstellungen dieses PlugIns sind vielfältig; Man kann die Anzahl der verlinkten Beiträge einstellen, Verlinkung anhand der Kategorien bzw. des Beitraginhaltes ist möglich. Kategorien sowie statische Seiten können ausgeschlossen werden. Auch das Layout der verlinkten Artikel kann individuell gestaltet werden: mit Thumbnails und Beitragstitel oder auch jeweils ohne. Gleiches gilt für die Größe der Thumbnails und die Gestaltung der Auflistung (Bullets, keine etc.). Das Beste zum Schluß: ähnliche Beiträge können auch im RSS-Feed angezeigt werden.

  5. Hier der Link zum Download von WP-PlugIn Contextual Related Posts 
    Webseite von LinkWithin. Screenshot: Wenke Bönisch

    Webseite von LinkWithin. Screenshot: Wenke Bönisch

    b) WP-Widget: LinkWithin

    LinkWithin ist ein Anbieter eines Widgets zur Verlinkung auf ältere Blogartikel für verschiedene Bloggersoftware. Der Einbau ist simpel: auf der Webseite von LinkWithin gibt man seine Mailadresse, die URL des Blogs, die Bloggersoftware und die Anzahl der verlinkten Blogartikel (3, 4 oder 5 möglich) an und kreiert sich dann sein Widget. Dieses wird als ZIP-Datei heruntergeladen, im eigenen Blog wie ein normales PlugIn hochgeladen und installiert. Vorteil von LinkWithin: die Bedienung ist einfach, die verlinkten Blogbeiträge werden mit Thumbnails schön geordnet unter dem Artikel angezeigt. Nachteil: man hat keinen Einfluß auf die Verlinkung. Weitere Einstellungen sind nicht möglich. Dieses Widget ist für Blogger geeignet, die ein einfaches, aber gut arbeitendes Verlinkungstool brauchen und weitergehende Einstellungen nicht benötigen.

    Hier der Link zum PlugIn-Widget LinkWithin.

    Das WP-PlugIn Seo Smart LInks bietet dem Nutzer zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.

    Das WP-PlugIn Seo Smart LInks bietet dem Nutzer zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.

    c) WP-PlugIn: SEO Smart Links

    SEO Smart Links ist ein WP-PlugIn, das automatisch nach passenden Schlagwörtern und Kategorien in älteren Blogbeiträgen sucht und auf diese verlinkt. Auch hier stehen dem Blogger verschiedene Feinjustierungen in den Einstellungen zur Verfügung. Es können generell jeweils Seiten, Posts, Kategorien und Schlagwörter ausgewählt bzw. ignoriert werden. Der Blogger wählt selbst die maximale Linkanzahl aus. Bestimmte Keywords können in eine Liste eingetragen werden, die dann bevorzugt in der Verlinkung behandelt werden. Zudem kann man als Blogger auswählen, ob die Verlinkung im selben oder in einem neuen Tab des Browsers geöffnet werden soll. Wie bei Contextual Related Posts besteht die Möglichkeit, die Verlinkungen auch im RSS-Feed anzeigen zu lassen. Dieses PlugIn verbessert Ihre interne Verlinkungsstruktur im Blog und ist so eine effektive SEO-Maßnahme. Nachteil dieses PlugIns: teilweise wählt es die selben Wörter in Beiträgen aus, denen man schon manuell Verlinkungen hinterlegt hat. Diese letzteren werden dann durch das PlugIn aufgehoben. Dies kann man leider nicht unterbinden.

    Hier der Link zum Download von WP-PlugIn SEO Smart Links 

Wie Sie sehen, ist es recht einfach, mit verschiedenen Mitteln Leser auf thematisch ähnlich gelagerte, ältere Blogbeiträge zu führen. So bieten Sie Ihren Lesern nicht nur einen weiteren nützlichen Service in Ihrem Blog an, sondern halten Sie auch länger auf Ihrem Blog, binden Sie dadurch, zeigen Ihre Durchdringung eines Stoffes und tun positives für den internen Linkaufbau, was wiederum die Suchmaschinen Ihnen honorieren werden.

Probieren Sie die Tipps aus!

Mit welchen Maßnahmen/PlugIns verlinken Sie auf ältere Blogbeiträge?

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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4 Antworten auf 4 hilfreiche Tipps zur Verlinkung auf ältere, thematisch passende Blogbeiträge

  1. Danke für die schöne Zusammenstellung!

    Wenn man noch einen Schritt weitergeht, müsste man sich überlegen, wie man ein Umfeld schafft, in dem der Aufruf z.B. einer Kategorie-Seite inhaltlich Sinn macht. Eine Möglichkeit: eine statische (immer mal wieder ergänzte) Seite mit passenden Infos (Links, Materialien), dort ein Verweis/Link auf die Artikel der entsprechenden Kategorie.

    Eine etwas avanciertere Variante: Eigene Artikel in Curatingtools wie Storify einbinden (Beispiel: http://storify.com/culturetogo/museumsblogs-plattformen-und-systeme).

    • Wenke Bönisch sagt:

      Es gibt für WordPress ein PlugIn, das in eine solche Richtung, wie Sie sie vorschlagen, geht. Es heißt Link-Library (http://wordpress.org/extend/plugins/link-library/) und sammelt auf einer statischen Seite zu einem Thema die Links, die man in Artikeln postet. Leider hatte ich noch nicht die Zeit und Gelegenheit es zu testen.

      Storify ist recht praktisch und einfach zu bedienen, Themen aufzubereiten, die auf unterschiedlichen Plattformen wie Youtube, Flickr, Facebook, Twitter oder Blogs behandelt werden. Es ist vor allem hinsichtlich des Erzählens von “Geschichten”, Berichterstattungen über Veranstaltungen, chronologische Darstellungen sehr nützlich. Einzig und allein ein Punkt stört mich bei Storify: es sendet kein Trackback/Pingback an die genutzten Blogs aus – ein wichtiges Element zur Vernetzung innerhalb der Blogosphäre, wie ich finde.

  2. … und, das muss man eigentlich immer dazusagen, Storify ist höchst problematisch, was die urheberrechtliche Seite angeht.

  3. J. Florence sagt:

    Hallo Wenke,
    vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Grade hab ich erfahren, dass man seine Blogartikel automatisch intern verlinken kann und hier werden direkt mehrere Optionen mit ihren Nachteilen vorgestellt. Da teste ich mal das Contextual Related Posts, das spart wohl eine Menge Arbeit. WordPress ist schon toll, aber es gibt so viele Möglichkeiten, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.. ;)
    Grüße, Blog hab ich abonniert..viel Erfolg weiterhin mit der Wissenschaft im Web..

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