Eindrücke und Präsentation zu meinem Workshop “Ab ins Netz – Social Media für Wissenschaftler”

Gestern hielt ich an der Kompetenzschule ELSYS in Leipzig meinen Vortrag “Ab ins Netz -Social Media für Wissenschaftler”. Zunächst möchte ich mich recht herzlich bei den Mitarbeitern der Kompetenzschule für die Möglichkeit, diesen Workshop zu halten, und für Ihre kompetente Hilfe und schnelle Organisation danken.

Ich hatte nun die Nacht und den Vormittag Zeit gehabt, den Workshop Revue passieren zu lassen und möchte meine Eindrücke hier nun zusammenfassen. Vorab noch eine Bemerkung: dieses Thema – Social Media für Wissenschaftler – liegt mir sehr am Herzen, vor allem weil es zahlreiche effektive Möglichkeiten bietet, wie Wissenschaftler sich selbst im Netz präsentieren und so ihre eigene Reputation steigern können.

Das Thema ist recht komplex: Plattformen, Ziele, Möglichkeiten, Strategien, Datenschutz, Urheberrecht. Hinzu kommt noch, daß viele Wissenschaftler diesem Thema sehr skeptisch gegenüber stehen (vgl. die Diskussion hier auf L.I.S.A.) bzw. auch unterschiedliche Erfahrungen mit Social Media haben. So war es auch gestern. Von den ca. 13 Teilnehmern waren zwar einige bei Facebook (insgesamt 8, Doppelangaben möglich), bei Google+ (3), bei Xing (1), bei Researchgate (1) und bei Twitter (4) angemeldet, haben diese jedoch unterschiedlich genutzt: von viel, vor allem privat bis zur reinen Anmeldung. Ähnlich vielgestaltig waren die Erwartungen an das Seminar: von Überblick bekommen, Möglichkeiten zu PR/ÖA bis Datenschutz war fast alles vorhanden.

Mit dieser Ausgangsbasis ist natürlich spannend und interessant für mich, wie ich einerseits den Erwartungen der Teilnehmer gerecht werden , andererseits wie ich meine Vorstellungen des Workshops umsetzen kann.

Mir hat es sehr gut gefallen, daß viele Fragen gestellt wurden, die nichts mit meiner Präsentation zu tun hatten. Da ich einen Internetzugang hatte, konnte ich gleich viee Praxisbeispiele aufzeigen, z. B. verschiedene Blogs (welche Themen kann ich verbloggen), Twitter und Facebook nutzen sowie die Reaktionen zeigen (herzlichen Dank an meine Follower, die so spontan mitgemacht haben!). Genau diese praktischen Beispiele haben in der Rückmeldung den Teilnehmern besonders gut gefallen kann – weg von der Theorie, hin zur Praxis. Letztlich bin ich mehr auf die Fragen der Teilnehmer eingegangen und so von meinem Konzept teilweise stark abgewichen. Natürlich hatte dies zum Nachteil, daß am Ende die Zeit nicht mehr reichte. Dies ist eine wertvolle Erfahrung für mich: wie kann man einerseits einen Workshop so vorbereiten, daß unterschiedliche Erwartungen und Erfahrungen der Teilnehmer mit dem Thema aufgefangen und beantwortet werden, andererseits so flexibel das eigene Konzept gestalten, daß man es am Ende dennoch in seiner Grundstruktur umsetzt.

Welche Erkenntnisse konnte ich aus dem gestrigen Workshop ziehen? Das Thema ist so komplex, es gibt so zahlreiche Fragen der Teilnehmer, daß ein zweitägiges wohl sinnvoller ist, um zeitlich als Seminarleiter nicht in Bedrängnis zu geraten. Gut wäre für mich für die Vorbereitung, vorab schon Kenntnisse über Erfahrungen und Erwartungen der Teilnehmer zu wissen. Praxisbezug ist sinnvoll und notwendig. Im Idealfall hätten alle Teilnehmer die Möglichkeit, sofort und unter Anleitung Themen des Workshops (Fanpage anlegen, Twittern) umzusetzen.

Auf jeden Fall ist das Thema hochaktuell, es besteht Bedarf an diesem Thema bei den Wissenschaftler. Ich bin da gerne dabei!

Die Präsentation steht neben Slideshare hier zum Download CC BY-NC-SA 3.0 zur Verfügung.

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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