Petition zum Erhalt der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek in Mainz

Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek in Mainz soll eventuell geschlossen werden. Ein Verlust für die Buchstadt, in der mit Gutenberg der Anfang der Buchdruckerkunst nahm. Foto: Booksbaum  / pixelio.de

Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek in Mainz soll eventuell geschlossen werden. Ein Verlust für die Buchstadt, in der mit Gutenberg der Anfang der Buchdruckerkunst nahm. Foto: Booksbaum / pixelio.de

Wie immer geht es um das liebe Geld. Die Stadt Mainz muß sparen und ihr Haushaltsdefizit nach Angaben der FAZ um 12,5 Mio. Euro jährlich verringern. Nun wird im Mainzer Rathaus diskutiert, wie man diese Einsparung “nachhaltig” erreichen kann. So erst einmal kein Problem und eine stadtinterne Sache.

Nun gibt es aber scheinbar Pläne, die Wissenschaftliche Stadtbibliothek in Mainz aufzulösen, um so 1,5 Mio. Euro einzusparen. Das Stadtarchiv bleibt durch eine Garantie im Landesarchivgesetz bestehen, die Wissenschaftliche Bibliothek soll – laut ersten Meldungen in der FAZ – bis 2016 aufgelöst werden: Teile sollen u. a. an die Universitätsbibliothek übergeben werden.

Eine Aufregung nicht nur für die dortigen Bibliotheksangestellten, sondern auch ein großer Verlust für die Bibliotheks- und Forschungslandschaft Deutschlands. Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek in Mainz hat eine, den Zweiten Weltkrieg überstandene, historisch gewachsene Sammlung von über 670.000 Büchern. Aus der Bibliotheca Universitatis Moguntinae hervorgegangen bietet sie mit ihren Kostbarkeiten einen geistigen Schatz, nicht nur für Mainzer, sondern für alle.

Nun hat die  Mainzer Bibliotheksgesellschaft e.V. eine Petition gestartet, mit der sie um den Erhalt der Einrichtung kämpft. In den nächsten 88 Tagen können alle die Petition mit einer Unterschrift unterstützen. Bisher haben 2689 Personen die Petition unterschrieben.

Machen auch Sie mit und unterzeichnen Sie die Petition zum Erhalt der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek als kulturelle Einrichtung und bedeutende Sammlung!

Deutlich sieht man an diesem Fall, wie dringend notwendig eine juristische Verankerung des Bibliothekswesens durch Bibliotheksgesetze notwendig ist. 

Weitere Informationen zum Thema:

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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