Crowdbooster ein geeignetes Social Media Monitoring Tool?

Jetzt habe ich dank Nicole von 0511web.de seit einigen Tagen Crowdbooster testweise laufen. Dieses Tool wurde im Frühjahr 2010 von den drei Stanforder Studenten Ricky Yean, David Tran und Mark Linsey gegründet. Laut Eigenbeschreibung eignet sich dieses Tool für Social Media Marketing.

In der kostenlosen Personal Version können 5 Social Media Kanäle auf Twitter oder Facebook beobachtet und analysiert werden. Für Twitter werden die Impressions von Tweets, Anzahl von Mentions und Retweets, Influencer, die Entwicklung der Followerzahlen und Top Retweeter für unterschiedliche Zeiträume (Auswahl zwischen einer Woche, Monat, Gesamtzeitraum, benutzerdefinierter Zeitraum) angezeigt.

Bei Facebook sind es ähnliche Faktoren: Anzahl der Fans, Likes, Wachstum der Fans, Top Fans, Impressions, Anzahl der Kommentare.

Mein erster Eindruck von Crowdbooster ist, daß das Tool recht aufgeräumt wirkt und einfach zu bedienen ist. Ordentlich werden die verschiedenen Kanäle voneinander getrennt, man muß also zwischen diesen hin- und herwechsel. Dabei fehlt natürlich der Vergleich, was man negativ bewerten muß. Schwer kann ich einschätzen, ob alle Tweets und Posts analysiert worden sind. Auf den ersten Blick scheint es so zu sein.

Die Analyseergebnisse werden grafisch gut in Tabellen und Diagrammen aufbereitet. Die Statistik einzelner Post/Tweets kann man detaillierter sich anschauen, z. B. wer Tweets retweetet oder auf Facebook-Posts geantwortet hat.

Recht eingeschränkt sind die Funktionen in der kostenlosen Personal Version. Ein Download der Analyseergebnisse ist nicht möglich. Für zur Zeit 20 $/Monat ist diese Funktion in der Buisness Version möglich. Daß die Gründer des Dienstes damit Geld verdienen wollen, liegt in der Natur der Sache. Also sollte man diesen Fakt nicht zu sehr negativ beurteilen. Wer sparen will, hat eben eingeschränkte Funktionen.

Wöchentlich erhält man eine Reportzusammenfassung, die jedoch nur auf den aktuellen Kanal beschränkt ist. Das ist natürlich ein Manko in der Nutzung.

Ein weiterer Nachteil von Crowdbooster ist die fehlende Suche nach Begriffen und deren Erwähnung im Social Media. Dieser Monitoringteil fehlt völlig. Hierzu muß man auf andere Tools wie Google Alert etc. zurückgreifen.

Fazit: Insgesamt macht mir Crowdbooster einen übersichtlichen Eindruck zur Statistik von Twitter und Facebook. Mit dem Tool kann man auf pure Zahlen an einem Ort zurückgreifen. Die Aktualisierungen sind mindestens täglich, was für mich völlig ausreicht. Crowdbooster ist jetzt kein allumfassendes Social Media Tool, aber dennoch für erste Monitorings gut zu empfehlen. Spannend wird es, wie gut die Integration zukünftiger Google Plus Firmenseiten erfolgt.

P. S. Zwei Invites habe ich noch. Wer das Tool ausprobieren möchte, einfach Mailadresse mir zuschicken. Wer zuerst kommt, erhält den Invite.

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Monika Kirschner gefällt dieser Artikel

About Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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10 Responses to Crowdbooster ein geeignetes Social Media Monitoring Tool?

  1. Hallo Wenke,
    vielen Dank für deinen Bericht!
    Ich warte schon länger auf meinen Beta-Invite und würde mich über eine Einladung freuen.
    Beste Grüße,
    Frank

  2. Wenke, gut beobachtet, gut beschrieben. Gehe soweit mit Deinen Eindrücken konform. Eins hat mich jedoch sehr gestört, bzw. fehlt mir in Deinem Bericht, um es deutlich zu machen: die Auswertung von Facebook-Profilen ist nicht existent. Ich bin – als Freiberuflerin – aktiver in meinem Profil und da hätte ich auch gern die Auswertung. Das ist gar kein “Privatwunsch”, denn aktive Firmen haben ja auch Mitarbeiter, die es bestimmt ebenso interessieren könnte, wie die Reaktionen als Person (Profil) auf gepostete Links, Freundeswachstum etc. sind. Manchmal “lohnt” sich eine FB-Page eben nicht, besonders, wenn man so viele unterschiedliche Themen hat, wie ich. :-)

    • Wenke Richter says:

      Stimmt, den Aspekt habe ich nicht weiter beachtet, da ich mein Facebook-Profil in einer Mischung aus Zugang zu den Seiten und wenig (Halb)Privates nutze. Als Freiberuflerin habe ich mich für eine Unternehmensseite entschieden, um es vom “privaten” Profil zu trennen. Daher bin ich nicht näher auf diesen Aspekt eingegangen.

  3. sufranke says:

    danke Wenke, haste noch invites?

  4. Gehe mit Wenke konform (danke für den invite nochmals) allerdings gibt es bei uns 2 bugs: 1. die Kommentare sind von irgendwo, aber keine Kommentare auf meine postings, 2. kann ich bei vielen gemessenen postings den Originalcontent nicht sehen – sie also nur über den Zeitpunkt des Postings zuordnen.
    Habe ebenfalls noch invites zu vergeben. (Mail an sb@diogenes.ch).

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