Platte Werbung ist unerwünscht

Platte Werbung ist unerwünscht, Foto: Joujou, pixelio.de

Platte Werbung ist unerwünscht, Foto: Joujou, pixelio.de

Jeder Facebook-Seitenbetreiber kennt das Phänomen. Mühsam baut man seine Facebook-Seite auf, kümmert sich um die Fans, bietet interessante Informationen und kommuniziert mit ihnen, nach einigen Wochen/Monaten gibt es regen Betrieb auf der Seite und dann …

… dann kommt platte Werbung und selbst ärgert man sich. Mit platter Werbung meine ich wirklich platte Werbung: für ein Produkt („Hier klicken und Sie erhalten XYZ supergünstig!“) oder für eine andere Seite („Sie interessieren sich für XYZ, dann werden Sie Fan bei uns“). Solche Postings finde ich unhöflich und sind bei mir unerwünscht.

Mein Umgang wechselte sich im Laufe der Zeit bzw. ist auch abhängig vom Ton/Zusätze der Postings. Habe ich zu Beginn die Beiträge gelöscht, den entsprechenden Poster mit einem Hinweis auf die Löschung und die Gründe angeschrieben, gehe ich heute differenzierter vor. Ohne Sinn werden die Beiträge gelöscht. Gibt es ansatzweise ein Mehrwert setze ich einen Kommentar darunter, der darauf hinweist, daß platte Werbung unerwünscht ist.

Völlig von solchen Postings getrennt sehe ich Beiträge, die einen Mehrwert für die Fans schaffen, indem sie Informationen passend zur Seite präsentieren, Bilder oder Videos hochladen. In solchen Fällen habe ich nichts dagegen und freue mich darüber. Ich sehe es als ein gutes Zeichen für Vernetzung und nehme dann auch gerne Kontakt zu den Seiten/Personen auf. Gleiches handhabe ich mit meinen Seiten. Mehrwert für die Fans der Seiten hat für mich Priorität. Gleichzeitig höflich und respektvoll im Umgang mit den Gastgeberseiten zu sein – denn sie haben „Hausrecht“ auf ihrere Seite – schafft ein friedliches Miteinander und eine gute Vernetzung. Gleiches gilt übrigens auch für Blogkommentare ;-).

Wie gehen Sie mit solch platter Werbung um? Wie stehen Sie zu Postings fremder Seiten auf Ihrer eigenen? Nutzen Sie die Möglichkeit, als Facebook-Seite auf anderen zu posten?

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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2 Antworten auf Platte Werbung ist unerwünscht

  1. Das finde ich völlig indiskutabel. Etwas beruhigend ist immerhin die Tatsache, dass diese Postings nur diejenigen zu sehen bekommen, die die Seite direkt besuchen – und nicht, die anderen Fans der Seite in ihrem Stream.

    Aber da meine eigene FB-Page werbefrei ist, toleriere ich so etwas nicht einmal ansatzweise. Auch Verweise auf eigene (oder auch fremde) Angebote, bei denen es sich nicht konkret um Werbung handelt, sollten schon einen direkten Bezug zur Thematik meiner Seite haben bzw. sich auf eine bestehende Diskussion beziehen.

    Postings von anderen Seiten finde ich generell eher grenzwertig, in bestimmten Einzelfällen tolerabel. Es bleibt aber immer das “Gschmäckle”, dass jemand gar nicht wirklich zur Diskussion beitragen, sondern eine andere Seite nutzen will, um auf seine eigene aufmerksam zu machen. Unnötig zu sagen, dass ich nie als Seite irgendwo anders kommentiere. (Einmal ist es mir versehentlich passiert; da habe ich es aber sofort wieder gelöscht und nochmal den gleichen Beitrag mit meinem normalen Profil gepostet.)

    Ich denke aber auch, viele meinen es nicht böse und kommentieren als Seite auf “befreundeten Seiten”, weil sie es nett und passend finden. Sowas hatte ich gerade heute. Man muss ja andererseits auch nicht immer das Schlimmste annehmen.

    Meinen Kunden würde ich in jedem Fall auch davon abraten. Selbst wenn sie anderweitig nicht belehrbar wären, kann man ja ruhig mal auf einschlägige Beiträge von Juristen hinweisen, die es für bedenklich halten, wenn Seiten auf anderen kommentieren.

    • Wenke Richter sagt:

      Als “Seite” diskutiere oder poste ich in Maßen und immer unter Beachtung von Mehrwerten (also Informationen bereitstellen) auf anderen Seiten, kenne fast alle Seitenbetreiber, die es auf meinen Seiten auch dürfen (unter den genannten Voraussetzungen). Für die Vernetzung und als “Geben und Nehmen” finde ich es gut. Jedoch absolut reine Werbung lehne ich ab und mache das auch selbst nicht. Ich weiß, daß andere Social Medians hier wesentlich rigider sind und wie Sie es ebenfalls nicht praktizieren. Auch kann solches Posting als Spam bewertet werden. Ich bin da sehr zwiegespalten. Einerseits möchte man sich inhaltlich vernetzen, andererseits muß man Spam und Belästigung vermeiden. Eine Gratwanderung, zu der ich noch keine befriedigende Lösung für alle gefunden habe.

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