Facebook-Kontaktanfragen ohne persönliche Nachricht nerven!

Kontakte auf Facebook sind gut, aber nur, wenn man sich auch kennt, Foto: crosathorian, flickr.com

Kontakte auf Facebook sind gut, aber nur, wenn man sich auch kennt, Foto: crosathorian, flickr.com

Dieser Blogbeitrag ist längst überfällig, auch wenn er wohl keine Wirkung zeigen wird – leider. Er dient auch zum Luftablassen, weil der Umstand wieder vermehrt auftritt.

Jeder kennt diese Situation: auf Facebook erhält man Kontaktanfragen (im Original Freundschaft genannt, aber für mich sind es erst einmal Kontakte) von Personen, denen man vorher nie im Netz oder im realem Leben begegnet ist. An sich ist es ein positiver Umstand, da Social Media eben zur Vernetzung dient.

Mich nerven aber solche Facebook-Kontaktanfragen, die ohne eine persönliche Nachricht verschickt werden – erst recht, wenn ich den Anfrager absolut nicht kenne, weder durch ein persönliches Kennenlernen, noch durch Kontakte und Austausch auf anderen Kanälen wie Twitter, diesen Blog oder Xing. Ich finde solch ein Benehmen unhöflich (vor allem erst recht dann, wenn der Anfrager die Informationen auf seiner Profilseite auf das Minimum beschränkt). Eine kurze Vorstellung, wieso man Kontakt haben möchte, gehört sich und es zeigt dem Angefragten, daß man kein x-beliebiger Kontakt ist. Schließlich stellt man sich im allgemeinen Umgang mit anderen Menschen immer vor! Warum es eine Vielzahl an Personen gibt, die gesellschaftliche Umgangsformen nicht im Netz pflegen können oder wollen, bleibt mir ein Rätsel.

Zunächst hoffte ich, mit einem entsprechenden Hinweis in meinem Profil diese Kontaktanfragen zu reduzieren, leider brachte es nicht im Ansatz den gewünschten Erfolg. Meine Konsequenz: ich lehne jede Kontaktanfrage mir fremder Personen ohne eine persönliche Nachricht (und damit meine ich nicht Nachrichten wie “Wir haben XXX gemeinsame Freunde”, denn diese sind genau so unpersönlich) ab!

P. S. Übrigens sind Ablehnungen legitim, auch wenn sie – so scheint es mir – nur wenig in Socialen Netzwerken von ihnen in Gebrauch genommen werden.

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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8 Antworten auf Facebook-Kontaktanfragen ohne persönliche Nachricht nerven!

  1. Doerte sagt:

    Hallo Wenke,

    ich gebe Dir da recht. Es ist unhöflich, sogar bei den Leuten, denen man im Vorfeld schon Bescheid gegeben hat oder die man persönlich kennt (wobei, denen schickt man meist wenigstens ein paar liebe Grüße mit). So spricht man auch im realen Leben niemanden an. Es ist wohl diese Ein-Klick-Mentalität, die sich bei Facebook & Co breit macht. Schnell mal hinzufügen als Teil einer Sammelleidenschaft von Kontakten. Derjenige, der angefragt wird, wird sich wohl schon kundig machen. Vielleicht sollte man in dem Fenster zur Kontaktaufnahme den Hinweis unterbringen dürfen, wie so eine Kontaktanbahnung aussehen sollte. “Kennen wir uns persönlich? Wenn nicht, dann …”

    Liebe Grüße
    Dörte

    • Anonymous sagt:

      Aber fördert man mit solch einem Hinweis nicht auch noch die Bequemlichkeit dieser Menschen? Es sollte doch zur guten Kinderstube gehören, ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

      • Doerte sagt:

         Die Frage ist doch, ob man mit so einem Hinweis nicht auch in anderen Bereichen ins Bewusstsein ruft, dass man es immer noch mit realen Menschen zu tun hat. Eine schöne Lösung ist es nicht. Und ich glaube schon, dass die Menschen bequem sind oder einfach in so einer Situation nicht nachdenken. Und durch das “einfache” Kontaktaufnehmen wird die Bequemlichkeit gefördert. Auch die Medien unterstützen diesen “Hype auf Freunde” immer mal wieder, in dem auf Zahlen sehr viel Wert gelegt wird. “XY hat innerhalb kürzester Zeit **** Fans/Freundschaftsanfragen bekommen.” Einfach und gedankenlos und bequem…

  2. Daniela Skrzypczak sagt:

    Ich gebe Dir in allen Punkten recht … ich habe diese Ansicht schon mehrmals auf meiner Pinnwand veröffentlich. Für mich gehört eine persönliche Ansprache, wenn ich einen Menschen kennenlernen möchte einfach zu den einfachsten Umgangsregeln dazu. Diese brachten mir bereits meine Eltern im Kindergarten bei. Danke für diesen Post. 

    • Anonymous sagt:

      Danke! Leider bringt selbst solche Hinweise (habe schon unterschiedliche Stellen ausprobiert) nichts.

  3. Anonymous sagt:

    Einen speziellen Hinweis gibt es noch in diesem Blogbeitrag: http://0511web.de/2011/01/26/facebook-kontaktanfragen-wie-geht-man-damit-um/

    Um eine persönliche Nachricht mit der Kontaktanfrage zugeschickt zu bekommen, sollte man die Einstellungen entsprechend konfigurieren. Ich denke aber, daß alle, die beruflich mit Facebook arbeiten, dies schon beachten.

  4. Wibke Ladwig sagt:

    Ganz deiner Meinung, Wenke. Und obwohl ich entsprechende Hinweise auf meinem Profil platziert habe, die jeder auch vor Verknüpfung lesen kann, gibt es immer wieder die Rüpel, die mit der Tür ins Haus fallen wollen. Wobei dies auch damit zusammenhängen mag, dass man nicht zwangsläufig vor Versenden einer Freundschaftsanfrage das Profil ansehen muss. Dies lässt sich per 1-Click bewerkstelligen, wo immer Facebook mögliche Freunde “anbietet”.
    Vor einiger Zeit hatte ich mir ein paar Zeilen zurechtgelegt, mit denen ich auf diesen Mangel an Höflichkeit (freundlich) aufmerksam machte und nach dem Grund der Anfrage fragte. Aber das raubt mir -offen gesagt- zuviel Zeit. Ich glaube, dass sich viele keine Gedanken darüber machen. Gerade Newbies, die aber, so nehme ich an, im “Real Life” todbeleidigt  wären, wenn man es an Formalitäten vermissen liesse. Aber ich bin inzwischen dennoch der Meinung, dass sich jeder über sein Verhalten im Internet Gedanken machen sollte und ein höfliches Miteinander allen zugute kommt. Und werde nicht müde, diesen Punkt in Vorträgen und Workshops zu erwähnen.

  5. Pingback: Aufruf zur Blogparade: Umgangsformen im Social Web | Wissenschaft und neue Medien

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