Kommunikationszerfaserung in Social Media: warum und welche Lösungen?

Ist zielgruppengesteuerte Kommunikation im Social Web möglich? Quelle: KoKoSoMe, Flickr.comIn einem Teil meiner freiberuflichen Tätigkeit beschäftige ich mich mit Social Media, u. a. für den Ulmer Verlag. Nicht selten geht es bei der Kommunikation mit Fans und Followern um ganz konkrete Aktionen, z. B. Gewinnspiele. Um nicht mit den Facebook-Richtlinien über Gewinnspiele und Promotions zu kollidieren, ist zu empfehlen, diese auf der eigenen Webseite oder im Blog zu veranstalten. Denn hier ist man nicht von Dritten abhängig. Um die Aktionen zu pushen, werden diese über Facebook-Fanseiten und/oder Twitter mit Hinweis auf den Blog beworben. So weit gut, so weit bekannt.

Jedoch mache ich die Beobachtung, daß man sein Publikum nur schlecht auf den Zielort hinsteuern kann – auf gut Deutsch: selbst mit Hinweis, im Blog zwecks Teilnahme am Gewinnspiel zu kommentieren, wird gerne auf Facebook schnell unter dem Posting ein Kommentar gesetzt. Andere halten sich hingegen an die Aufforderung und kommentieren brav im Blog.

Warum ist das so und was kann man tun?

Erstere Frage läßt sich leicht beantworten. Es ist für die Teilnehmer einfacher, schnell ein Kommentar unter dem Posting zu schreiben, als erst auf den Link zu klicken und dort die Daten für den Kommentar und ihn selbst einzugeben.

Letzteres Problem ist schwieriger zu lösen. Da es sich bei den Facebook-Kommentaren nicht um Ausnahmen, sondern um schon fast die Regel handelt, steht man als Veranstalter des Gewinnspiels vor einem inneren Konflikt. Zählt man diese Kommentare mit, auch wenn sie nicht im Blog getätigt wurden? Behandelt man dann alle Teilnehmer noch gleich? Bedeuten solche Kommentare, daß die Teilnehmer nur die Überschrift bzw. das Facebook-Posting, aber nicht den eigentlichen Blogbeitrag gelesen haben?

Fakt ist: nutzt man zur Verbreitung des eigenen Anliegens in Social Media verschiedene Kommunikationskanäle, erhält man auf diesen unterschiedlichen auch Reaktionen und Antworten. Auf den Ausgangspunkt (hier Blog) zurück kann man seine Zielgruppe nicht steuern. Die „falsch“ Antwortenden nicht zu zählen, widerspricht dem Geist der Kommunikation in Social Media. Also bleibt am Ende nur noch die Variante, alle entsprechenden Antworten technisch zusammenzuführen.

Für WordPress gibt es ein PlugIn getFacebokComments, das von T3N entwickelt wurde. Es ist einfach anzupassen und schnell zu installieren. Mittels der Facebook-Graph-API und einem Cronjob werden die Kommentare auf einer Facebook-Fanseite auf den Blog integriert.

  • Mehr Informationen zum PlugIn und zur Installation finden Sie hier und hier

Wie gehen Sie mit dem Problem um? Welche Lösungen haben Sie dafür gefunden?

 

 

 

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Über Wenke Bönisch

Wenke Bönisch arbeitet heute nach einer beruflichen Station in einem Wissenschaftsverlag (Autorenbetreuung, Satz und Social Media) als Freiberuflerin u. a. für den Ulmer Verlag (http://socialmedia.ulmer.de), für die Frankfurter Buchmesse sowie für den Digitalisierungsdienstleister Editura (http://editura.de) im Social Media Bereich. Neben Social Media beschäftigt sie sich mit den Themen elektronisches Publizieren, Wissenschaft, Open Access und Neue Medien. Zu ihren entsprechenden Projekten hält sie dazu auch Workshops, Vorträge und Seminare. Unter den Namen @digiwis (http://twitter.com/digiwis) twittert sie (fast) täglich. Auf ihrer Website http://digiwis.de bloggt sie zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten.
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Eine Antwort auf Kommunikationszerfaserung in Social Media: warum und welche Lösungen?

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