Zunächst einmal wünsche ich allen Lesern, Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern ein gesundes Neues Jahr sowie viel Glück und Erfolg bei den Vorhaben.
Das Bloggerjahr 2011 fange ich mit einer provokanten Frage an, auf die ich in dieser Woche in einer Diskussion mit Steffen Meier gestoßen bin: wird es zukünftig noch Bibliotheken geben? Ist der Beruf Bibliothekar zukunftsgefährdet? Ausgangspunkt unserer Diskussion war der Artikel „‚Libraries are screwed‘: E-Books & das Ende der Bibliotheken, wie wir sie kennen“ auf e-book-news.de, in dem die Frage aufgeworfen wird, ob eBooks zukünftig Bibliotheken überflüssig machen.
Interessanterweise beschäftigte sich die FAZ.net diese Woche in einem Artikel mit dem gleichen Thema, jedoch aus einem anderen Blickwinkel: Bibliotheksschwund aus kommunalem Sparwillen heraus und die Frage, wann protestieren die Bürger. Gleichzeitig fordert der Präsident des Landesverwaltungsamts in Sachsen-Anhalt, Thomas Leimbach, daß die Bibliotheken im Netz präsenter sein sollen. Also einerseits durch Digitalisierung und Internet die Existenzgefahr, andererseits die Forderung, mit der Zeit mitzugehen. Schon sehr widersprüchlich.
In unserer Diskussion auf meinem Facebook-Profil zweifelte Steffen Meier ob der Existenzsicherheit der Bibliotheken: “Fakt ist aber, ähnlich dem Sortiment – wozu eine lokalstationäre Vermittlung, wenn das… Gut digital ist? Wozu Büchereien, wenn sich die Leute, ähnlich wie jetzt beim Ausleihen der Kindle-E-Books, untereinander “aushelfen”?” Fokussiert man sich auf diesen Punkt, so scheint die Existenzgefahr für die ferne Zukunft real zu werden, wenn eBooks sich so durchsetzen, wie PC gegenüber Schreibmaschinen. Aber ist denn die Bibliothek – so mein Einwand – nicht mehr als nur ein Aufbewahrungsort für Bücher? Ist es nicht für viele auch ein Ort der Begegnung? Für viele Studenten ein Ort des Lernens? Für Kinder ein Treffpunkt? Für viele (Stadtteil)Gemeinden ein zentraler sozialer Treffpunkt? Angesichts dessen, daß die Leipziger Stadtbibliotheken die zweitbesucherstärkste städtische Einrichtung nach dem Zoo ist, scheint die Existenz der Bibliotheken erst einmal nicht in Gefahr zu sein. Vgl. hierzu auch den Bericht über die Podiumsdiskussion zur Reihenveranstaltung „Brauchen wir ein Bibliotheksgesetz – und wenn ja wie viele?“. Aber kann die Bibliothek ein adäquates, den zukünftigen Anforderungen angepaßtes Existenzberechtigungsmodell erarbeiten und leben? Diese Fragen werden übrigens auch im Imagefilm der Staats- Universitätsbibliothek Bremen angeschnitten, den ich insgesamt nicht schlecht finde, auch wenn über Bestände, Möglichkeiten, Service zu wenig Informationen gegeben werden. Ihre Direktorin Maria Elisabeth Müller sagt treffend: “Die ideale Bibliothek ist die, die es vermag, ihren Nutzern zu jedem Zeitpunkt das jeweils Richtige in einem leichten und schnellen, direkten Zugang zu vermitteln.” (Min: 3:43 bis 3:53) und betont die Notwendigkeit von Bibliotheken auch für die Zukunft.
Nun sind es Meinungen einzelner Personen. Mich würde es interessieren, wie Sie die Zukunft und Aufgabe der Bibliotheken sehen? Daher möchte ich eine kleine, unverbindliche Umfrage starten.
Wird es in Zukunft Bibliotheken geben?
- Ja, auch in 20, 50 Jahren wird es Bibliotheken geben. (88%, 215 Votes)
- Ich bin mir unsicher, wohl wird es Bibliotheken geben, jedoch nur eine geringe Anzahl. (8%, 19 Votes)
- Nein, Bibliotheken wird es in 20, 50 Jahren kaum noch bis gar nicht mehr geben. (4%, 11 Votes)
Total Voters: 244
Gerne würde ich mit Ihnen auch in den Kommentaren darüber diskutieren. Ihre Meinung interessiert mich. Vielen Dank fürs Mitmachen!




Ich denke, dass wir überlegen müssen was Bibliothek sein soll. Es gibt sehr viele unterschiedliche Ansätze. Es gibt die Bibliothek als Ort an dem man Bücher bekommt, als sozialer Ort, als Kulturform, als Lernort etc. Alle diese Ansätze beschreiben letztlich das Gleiche.
Meiner Meinung nach sollten wir Bibliotheken in Zukunft nicht mehr über ihren Bestand sondern über ihren Service definieren. Jetzt mag man sagen, dass dies bei der Bibliothek als Ort schon der Fall sei. Jedoch bin ich da anderer Meinung. Ein Beispiel: Ein Kunde fragt eine Bibliothek, ob sie das Buch x habe. Die Bibliothek hat das Buch in ihrem Bestand – aber es ist ausgeliehen. Was also tun? Sehr oft wird dem Kunden dann mitgeteilt, dass das Buch verliehen sei und man den Kunden benachrichtigen würde, wenn es wieder da ist. Zudem würde man das Buch für ihn reservieren. Vielleicht wird auch noch kurz bei einer anderen Bibliothek in der Nähe angefragt, ob das Buch dort vorhanden ist. Welche Bibliothek wäre aber zusätzlich bereit, dem Kunden den Link zur Bestellseite von Amazon zu schicken? Denn was möchte der Kunde? Möchte er nicht das Buch? Am liebsten sofort? Wäre es nicht sinnvoll dem Kunden zumindest die Option zu geben, es online käuflich zu erwerben? Wenn ich nicht mehr aus der Sichtweise des Bestandes sondern aus der Sichtweise des Services agiere, dann gebe ich dem Kunden alle Möglichkeiten um an sein Buch ranzukommen. Ich helfe dem Kunden bei seiner Suche und lasse ihn entscheiden. Dies ist natürlich nur ein kleines Beispiel und man kann es sicherlich kontrovers diskutieren. Mir geht es aber vor allem darum den Fokus auf den Service zu setzen, was bedeutet, Menschen und Informationen zusammen zu bringen. Egal ob diese Informationen Teil des eigenen Bestandes sind.
Beste Grüße
Christoph Deeg
Also erstmal kann man ja die ganzen Bücher, die schon da sind, nicht einfach auf den Müll tragen. Ich merke außerdem, da ich mich wissenschaftlich mit Literatur beschäftige, dass ich gerade “alte Schinken” noch brauche.
Zweitens gibt es ja auch eine Tendenz, dass noch Bibliotheken ausgbaut und gepflegt werden. Die Stadtbücherei in Münster ist zum Beispiel so ein positives Beispiel. Hier gibt es eine gute und immer aktualisierte Auswahl, das Klima passt und wenn man hineingeht spürt man, dass die Menschen sich gerne dort aufhalten.
Warum haben wir noch Züge, wo Flugzeuge doch viel praktischer sind?
Warum gucken wir Fernsehen, wenn man sich im Internet das Programm doch selbst zusammenstellen kann?
Und warum lesen wir überhaupt noch Texte, wo in Filmen doch Text in Bild vereint ist?
Die Fragen von Friederike im letzten Absatz sind ganz interessant und beinhalten schon einen Teil der Antwort: Wir haben zum Beispiel noch Züge, weil kurze Strecken mit dem Flugzeug zu unökonomisch wären. Einen Fernseher habe ich nicht mehr, dafür aber viel Zeit zum Lesen, da Lesen eine vollkommen andere Erlebniswelt bietet als vorgefertigte Bilder anzusehen.
Genauso wird es für Bibliotheken in der Zukunft noch einen Platz geben. Ich selbst gehe dort hin, um mir neue Impulse zu holen und meiner Leseneigung eine neue Richtung zu geben, wobei ich davon ausgehe, dass die Beratung der Bibliothekare frei ist von kommerziellen Erwägungen und Hypes. Deshalb denke ich, dass es in Zukunft noch Bibliotheken mit engagierten Bibliothekaren geben wird – wenn auch (leider) nicht mehr so viele wie heute.
Ob es sich dabei wie heute um Räume mit Regalen voller Papierbücher handeln wird, ist eine andere Frage.
Viele Grüße,
Matthias Czarnetzki
“Deshalb denke ich, dass es in Zukunft noch Bibliotheken mit engagierten Bibliothekaren geben wird – wenn auch (leider) nicht mehr so viele wie heute.” – Das bringt es auf den Punkt!
Wir Bibliothekare sagen, dass es gerade im digitalen Zeitalter Informationsvermittlung braucht (s.o.). Richtig. Nur: Wo wird diese Informationsvermittlung erfolgen? Konkurrierende Institutionen entstehen doch jetzt schon an allen Ecken und Enden.
Und auch die Frage nach der Kompetenz der Bibliothekare ist noch nicht in letzter Schärfe gestellt. Wenn ich Veranstaltungen zur Informationskompetenz mit Studierenden durchführe, kann ich freilich noch manches korrigieren, was sie in ihrer Naivität (falsch) machen, aber ich spüre zugleich immer mehr, dass viele von ihnen schon quantitativ mehr Erfahrung haben in der Informationsbeschaffung via Internet als ich.
Gäbe es nicht noch gravierend bremsende Faktoren (Urheberrecht, kommerzielle Interessen der Verlage und Buchhändler etc.), hätten wir vermutlich schon heute die Ein-E-Book-Situation: Ein “Exemplar” eines digitalen Werkes, das jeder jederzeit abrufen kann. Dann könnten/müssten wir schon mal alle katalogisierenden KollegInnen nach Hause schicken und unser Berufsstand würde deutlich schrumpfen.
Richtig auch: Die Bibliothek als “Lern-Ort” – unverzichtbare Ergänzung zum virtuellen Raum. Doch auch hier darf man nicht übersehen, dass es so etwas wie eine kritische Masse braucht. Wieviel Ort bleibt von einer Bibliothek noch übrig, wenn man die Regale weg denkt? Auch diesen Schrumpfungsprozess werden nicht alle Bibliotheken überleben.
Gruß
Armin Stephan
Bibliothekare als Wissenskuratoren sind doch auch im Zeitalter der Digitalisierung noch immer gefragt. Nur Folksonomy wird auch nicht funktionieren. Letztlich hat ja auch Wikipedia eine Art Kuratorensystem. Insofern scheint mir die Art der Wissensaufbewahrung und -präsentation (Print oder Digital) zunächst unabhängig von der Wissensverwaltung zu sein. Da kann ich mir schon vorstellen – und damit bin ich beim zweiten Punkt – dass es Bibliotheken als Ort der Zusammenkunft und des Lernens auch in Zukunft geben könnte.
Ich bin aber der Meinung, dass gedruckte Bücher die Entwicklung einer Wissensgesellschaft behindert. Sie sind teuer in der Herstellung, schwierig zugänglich für arme Menschen (digitale Divide) und statisch. Darüber hinaus müssen werden wir uns wohl beim anhaltenden Bevölkerungswachstum – heuer 7 Milliarden ansteigend auf zumindest 9 Milliarden – die Bäume, Wasser und Energie kaum mehr leisten können ohne die Umwelt umzubringen. Digitale Bücher könnten mE die Umwelt entlasten und gleichzeitig die Wissensgesellschaft vorantreiben. Würde man für jedes gedruckte Buch eine Art Umweltsteuer einheben und dieses Geld in den Ausbau von neuer Infrastruktur wie Bibliotheken verwenden, wäre das ein Ansatz.
Darüber hinaus glaube ich an “neue” Bibliotheken. Warum sieht man dermaßen viele Menschen mit W-Lan, Netbook, iPad etc bei Starbucks und anderen Internet Hot Spots. Die neue Bibliothek hat vielleicht keine oder weniger Regale aber kann (muss) weiterhin ein Ort der wissensaustauschenden Begegnung sein.
Gruß
Werner Boehm
Lieber Herr Boehm,
sie haben einen Punkt angesprochen, der ja eher geraten ist. Wer sagt denn, dass es ökologischer ist, würde alle Welt digitale Bücher nutzen. Bisher ist dies eine reine Behauptung.
Gedruckte Bücher besteuern – das ist für mich ehrlich gesagt der Gipfel des Nonsens. Sie diskutieren, als wäre unsere Gesellschaft frei von Bildungsproblemen, frei von sozialen Problemen – frei von jeglichen Barrieren in der Bildung insgesamt, das kann doch nicht ernst gemeint sein.
@Rest der Schreiberlinge und Schreiberlinginnen
Ich habe bei diese Diskussionen oft das Gefühl, hier reden tatsächlich nur je, die sich als Buchverwalter verstehen. Das Thema Berufsethik, der politische und soziale Gedanke des Berufsbildes eines Bibliothekars wird meiner Ansicht nach hier fast nie aufgegriffen.
Beispiel Vermittlung von Informationskompetenz:
sicher beschäftigt man sich aktuell im Studium am Rande mit dem Thema Informationskompetenz – mehr aber auch nicht. Dann geht man als frisch studierter Mensch an eine Unibibliothek und soll Informationskompetenzveranstaltungen machen – mit welcher Qualifikation eigentlich? Hat man Kenntnisse von Erwachsenenbildung, Pädagogik oder allgemein Lernprozessen? Nein – das gleiche gilt für Klassenführungen an öffentlichen Bibliotheken, auch hierfür erwibt doch kaum jemand Qualifikationen, die professionelle Konzepte ermöglichen. So wie es aktuell meiner Kenntnis nach praktiziert wird – nicht überall, aber ich erinnere mich mit Gruseln an eigene Bibliotheksschulungen an unserer Studienbibliothek – halte ich es für einen großen Fehler und insgesamt unprofessionell.
@Christopg Deeg
Das Beispiel “Servicedienstleistung” das sie anführen, ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Es stellt den Gipfel der unsinnigen – ich bezeichne es mal provokativ – Servicegeilheit dar.
Das Selbstverständnis, die Besucher der Bibliothek als Kunden zu betrachten ist für mich schon der Beginn der Fehlerkette. Dieses Verständnis resultiert aus einer Sicht auf Bibliotheken die ich nicht nachvollziehen kann. Sind Schüler für Sie auch Kunden und Lehrer deren Servicemitarbeiter? Bieten wir den Eltern in Schulen demnächst kostenpflichtige Ersatzlehrer an, falls die festeingestellten gerade erkrankt sind?
Ich verstehe ich mich als Bibliothekar als Arbeiter in einer Bildungseinrichtung. Oft wird hier und auch anderswo (nicht nur) im bibliothekarischen Kontext völlig kritikfrei z.B. Selbstverbuchung etc. als Innovation gefeiert – ebenso Kataloganreicherungen durch die Bibliotheksnutzer. ABER – diese Veränderungen sind grobe Einschnitte in das gesellschaftliche Leben, wir lagern immer mehr eigene Angebote auf die Nutzer aus – anstatt also dem Nutzer seine CDs und DVDs zu verbuchen, lagern wir diese Zeit auf den Nutzer aus. Wir lagern die Recherche auf den Nutzer aus, die Verbuchung, verlangen dann – illegal? – Bestsellergebühren von ihm und abschließend auch noch die Kataloganreicherung. Die selbst nutzbare Zeit am Tag wird geringer, weil die Zahl der Tätigkeiten die auf die Bürger ausgelagert wurden steigt – dies muss man diskutieren!
Abschließender Satz:
Nach der (zumindest auf dem Papier) Zusammenführung des bibliothekarischen Studiums für wiss. Bib. und ÖBs sind viele Fertigkeiten meiner Ansicht nach kaum noch vermittelbar, weil die Menge der Dinge dieman gerne vermitteln würde zu groß wird und man sich verzettelt – wird es also nicht Zeit zu überdenken, was wir brauchen: Pädagogen, Politiker, Informatiker in Bibliotheken – mit weiteren bibliothekarischen Kompetenzen – so wie jetzt diskutiert wird, reden wir uns selbst schlecht indem wir behaupten, wir müßten woanders hin, aber nicht sagen können wohin!
Beispiel “Vermittlung von Informationskompetenz”
also dass der pädagogische Hintergrund im Studium meist fehlt, da stimme ich zu. Allerdings lassen sich die meisten Bibliothekare auf diesem Gebiet weiterbilden. (Natürlich gibt es immer noch Kolleg/innen, die man überzeugen muss, dass man noch etwas verbessern kann)
Ich bin immer noch sehr dankbar für die Schulung zur Anfertigung einer wiss. Arbeit in meiner Ausbildungsstätte FH Potsdam, als ich vor der Anfertigung der Abschlussarbeit stand. Zuerst überlegte ich, ob ich hingehe, da wir ja auf dem Gebiet der Informationsrecherche ausgebildet sind. Ich bin dann mit dem Gedanken hingegangen “schaden kann es ja nicht” – und konnte noch viel mitnehmen.
- Ich denke, das eigentliche Problem ist die Sensibilisierung der Nutzer (dass Informationskompetenz wichtig ist und dass man seine Recherchekenntnisse immer noch weiter vertiefen kann).
Wie kann man Nutzer auf die Notwendigkeit fachlich gut ausgebildeten Personals sensibilisieren? Ist es nicht auch eine Frage, über welchen Bibliothekstyp wir sprechen? Z. B. spezialisiertes Wissen/Recherche in Universitätsbibliotheken vs. breites, allgemeines in städtischen/kommunalen Büchereien?
ich meinte, dass wir die Nutzer sensibilisieren müssen, dass Recherchekenntnisse für sie selbst elementar wichtig sind (für Studium und Beruf)
Mich stört an dieser Betrachtungsweise ganz enorm, dass die Bibliothek offenbar nur als Sammelort für Bücher und der Bibliothekar als Thekendiener betrachtet wird. Wäre das so, wäre die Bibliothek nichts weiter als eine günstigere Version der Buchhandlung.
Eine Bibliothek ist aber mehr!
Eine der Hauptaufgaben des Bibliothekspersonals, sei es nun der Bibliothekar oder der Bibliothekswissenschaftler, ist die INFORMATIONSVERMITTLUNG.
Und die wird grade jetzt, in einer Zeit, in der man digital mit Informationen überflutet wird, immer wichtiger.
Jeder findet im Internet haufenweise Informationen, aber kaum jemand weiß doch überhaupt noch, wie er sie richtig verwerten, aufbereiten, verarbeiten soll. Auch heute noch sind für viele Leute Schlagworte und Querverweise kein Begriff.
Im Internet stehen themenrelevante Bücher nicht direkt neben dem Buch, das man zufällig entdeckt hat – im Bibliotheksregal schon.
Im Internet findet man (aus oben genannten Grund) nicht alle zu einem Schlagwort passenden Bücher; im gut gepflegten Bibliothekskatalog schon.
Jeder kann Google so einigermaßen bedienen, das Bibliothekspersonal kann aber um ein vielfaches mehr aus der Suchmaschine herausholen, ebenso beherrscht es vollkommen andere Suchtechniken, kennt ein vielfaches mehr Suchorte.
Wer eine möglichst umfassende Bibliographie erstellen will, wird mit Hilfe gut ausgebildeten Bibliothekspersonals immer noch mehr finden. Wer ein nicht digitalisiertes, am Ort nicht auffindbares, im Handel nicht mehr erhältliches Buch sucht, hat dank Bibliothek immer Möglichkeiten, an dieses zu kommen (wenn nicht vor Ort, dann dank Fernbestellung).
Bei der Definition sollte man sich an Umstätter orientieren: Eine Bibliothek ist „eine Einrichtung, die unter archivarischen, ökonomischen und synoptischen Gesichtspunkten publizierte Information für die Benutzer sammelt, ordnet und verfügbar macht“.
Man sieht – es ist nicht nur ein Ort, an dem Bücher gesammelt werden, es geht um Informationen und Medien aller Art, die nicht nur angeboten, sondern auch archiviert werden (im Optimalfall; sicherlich trifft diese Definition dank Sparmaßnahmen leider nicht mehr auf jede Einrichtung vollständig zu).
Nur, weil mittlerweile dies und jenes digitalisiert ist und online verfügbar, werden Bibliotheken dennoch nicht ersetzbar und langsam sollten das auch die letzten Politiker, die immer zwingend als erstes bei der Bildung sparen, auch mal einsehen. Andere Länder sind uns da schon um einiges voraus.
Einsehen sollten das im Übrigen auch mal einige Lehrende im Bibliotheks(wissenschafts)bereich. Es motiviert Berufsanfänger und Studienanfänger nicht unbedingt, wenn man mit dem Worten “Ihren Beruf wird es bald nicht mehr geben” begrüßt wird.
Ich kann den Gedanken nur zustimmen, allerdings sollte dann auch kritisch hinterfragt werden, ob den wirklich die große breite Masse an Bibliothekaren über ausreichende Informations- und Medienkompetenz verfügt um im Internet und an anderen Orten ein hilfreicher Partner zu sein? Und sollten wir dann nicht auch überlegen, ob die Ausbildung der Bibliothekare den neuen Anforderungen noch entspricht? Es geht dabei auf keinen Fall darum, Bibliothekaren Ihre Kompetenz abzusprechen, jedoch denke ich, dass da noch sehr viel getan werden muss.
Beste Grüße
Christoph Deeg
Ein guter Punkt.
Ich glaube, das zumindest die jüngeren Bibliothekare und auch engagierte, sich weiterbildende Bibliothekare den Ansprüchen gerecht werden.
Das wesentliche Problem ist doch, dass viele Gemeinden immer öfter Nicht-Bibliothekare in den Bibliotheken beschäftigen oder solche, deren Ausbildung 40 Jahre zurück liegt und die in den letzten 20 Jahren auch keine Weiterbildung gemacht haben. Sind nun mal billiger. Wozu Fachkräfte nehmen, wenn man doch Rentnerin XY womöglich sogar ehrenamtlich überreden kann?
Ist doch auch ein toller Slogan – “Unsere Bibliothek wird ehrenamtlich geführt”.
Wer an Fachkräften und (Aus)Bildung spart, muss sich nicht wundern, bildungstechnisch immer weiter abzusacken. Wann merkt das wohl mal die deutsche Politik?
Waltraud Frohß, Leiterin der Landesfachstelle für Bibliotheken (Chemnitz) hat sich in der besagten Podiumsdiskussion in Leipzig (Brauchen wir ein Bibliotheksgesetzt? Und wenn ja, wieviele?) auch zu dem Punkt Ehrenamt in der Bibliothek ihre Meinung kund getan: zur Unterstützung, z. B. bei Vorlesen etc., sind ehrenamtliche Fachkräfte gut und richtig, jedoch um tatsächlich bibliothekarische Stellen zu besetzen aufgrund fehlender Ausbildung völlig ungeeignet. Sie meinte, in der Öffentlichkeit wird oft geglaubt, jeder kann solch eine Tätigkeit übernehmen, es geht ja nur um Bücher ins Regal stellen und Tipps geben gepaart mit Liebe zu Büchern und Literatur. Daß ein Bibliothekar viel mehr können muß, wird oft nicht wahrgenommen. Aber hier steckt auch ein Ansatzpunkt für die Frage nach der Zukunft der Bibliotheken: Recherche, Informationsbereitstellung sind eben das Mehr bei Bibliothekaren. Ich stimme Ihnen da vollkommen zu: an dieser Stelle zu sparen, hat und hätte fatale Folgen für das Bildungssystem.
Erst einmal an alle, die bisher mitdiskutieren, vielen herzlichen Dank. In allen stecken viele wichtige Punkte und die Beiträge zeigen, wie komplex dieses Thema ist. Der Vorteil (was bei knappen Haushaltskassen eben auch ein Nachteil ist) von Bibliotheken ist, daß sie staatliche Einrichtungen sind. Damit unterstehen sie zunächst, vordergründig keinen wirtschaftlichen Erfordernissen. Daß sich die Lage wandelt, wird keiner abbestreiten. Ich stimme Christoph Deeg zu, daß es eben auch eine Frage der Ausbildung der Bibliothekare ist, mit den neuen Medien zurecht zu kommen. Wie sieht es denn da aus? Werden diese Themen explizit behandelt?
Ich kann das nur aus der Sicht der Bibliothekswissenschaft beurteilen und da werden all diese Aspekte mittlerweile durchaus ausreichend behandelt. Das Studium heißt ja auch “Bibliotheks- und Informationswissenschaft”
. Es kommt natürlich immer auch ein Stück weit auf das Engagement der Studenten, vor allem aber der Lehrenden an.
Wie das aktuell in der Bibliothekarsausbildung ist, würde mich aber auch brennend interessieren.
Hallo, ich bin der Meinung das gerade in der Digitalisierung eine enorme Chance für Bibliotheken steckt – diese müssen sich wandeln und mehr in die Öffentlichkeit treten.
Liebe Grüße
Andy Artmann
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Bücher haben keine e-Strahlung, wie e-books, iphones und ipods und alles was da kommen mag! also nich gesundheitsgefährdend. man muss nicht so höllisch auf sie aufpassen, weil sie kein riesen geld kosten und sie sind jederzeit ersetzbar mit exakt dem gleichen inhalt. also, ich bitte euch, was sollte besser sein als bibliotheken?? wacht auf!! gruß eine patientenbibliothekarin
Auf jeden Fall auch ein interessanter und wichtiger Aspekt, daß bestimmte Orte wie Krankenhäuser spezifische Anforderungen haben.
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Ich wundere mich über den Trugschluss, mit dem verstärkten Angebot von E-Books würde für die Bibliotheken nicht auch Arbeit verbunden sein.
1. Wie von vielen schon erwähnt, ist damit das Aufgabenfeld der Informationsvermittlung verbunden. E-Books werden auf unterschiedlichsten Plattformen, in verschiedensten Lizenzierungsmodellen und Paketen angeboten. Bibliotheken müssen ihren Benutzern in diesem unübersichtlichen Angebot einen übersichtlichen Zugang bieten.
2. Damit ist übrigens ein nicht unerheblicher Aufwand an Katalogisierungsarbeiten verbunden. Metadaten müssen für den eigenen Katalog übernommen und oft auch angepasst werden. Für viele E-Books gibt es nichts brauchbares an Daten, da muss man selbst Katalogisate erstellen. Da immer neue Anbieter ins Rennen gehen werden, wird sich das auch nicht so schnell ändern.
3. E-Books kosten Geld! Kein Nutzer wird sich alles selber anschaffen, nur weil es elektronisch ist. Und im wissenschaftlichen Bereich zum Beispiel wird das kaum möglich sein. Was alleine eine Paketlizenz bei Springer im Jahr kostet … Das alles stellen Bibliotheken ihren Nutzern zur Verfügung.
Das Aufgabenfeld der Bibliothekare wandelt sich. Aber überflüssig werden sie sicher nicht.
Viele Grüße,
Irene Barbers
Den letzten Satz würde ich unterstreichen. Genauso könnte man argumentieren, dass Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr gebraucht werden, es gibt ja e-Learning.
Inwieweit eine “Auslagerung” von Verwaltungstätigkeiten u.a. an jede/n Bürger/in machbar ist, wird sich noch zeigen. Derzeit ist dieser Prozess ja voll im Gang, nicht immer zum Nachteil.
Fit sollte man allerdings schon sein.
Als Bibliotheksnutzer, der regelmäßig und intensiv unterschiedliche Formen von Bibliotheken nutzt, begrüße ich viele neue Servicefunktionen, die ursprünglich bibliothekarische Leistungen sind – einfach weil es für mich bequemer ist: z. B. Ausleih- und Rückgabeautomat, Verlängerungen über Opac etc. Wenn somit die eigentliche Arbeit in unterschiedlichen Formen der Informationsrecherche, -vermittlung und Dokumentation stehen, dann ist zu fragen, wie kann dieser Punkt gegenüber Öffentlichkeit als solch eine Notwendigkeit vermittelt werden, daß Bibliotheken in ihrer Form (auch verändert) weiterhin ihren festen Platz haben. Anders herum gefragt: warum stehen Bibliotheken bei Sparmaßnahmen an einer der ersten Stellen?
weil sie denken, es würden schon alle erkennen, dass sie gute Arbeit leisten. Mehr Marketing und Lobbying ist gefragt. Allerdings frage ich mich manchmal schon, ob auch in anderen Berufen Berufsanfänger von Berufskollegen derart oft mit “Und das wollen Sie WIRKLICH machen????” beglückt werden…
Nun, die Selbstreflexion scheint doch da zu sein… allerdings sollte sie noch in Erneuerungsenergie umwandelbar sein.
Der Guardian schreibt gerade über das Problem der drohenden Schließung von Bibliotheken in Großbritannien. Die Gründe liegen zwar im Sparkurs, jedoch bleibt in weiterer Gedankenfolge die Frage offen: wenn Bibliotheken erst einmal geschlossen sind, wie real ist die Chance auf eine Wiedereröffnung? http://www.guardian.co.uk/books/2011/jan/07/library-closures-brent-council
macht dieses Voting auf einem bibliothekarischen Blog Sinn?
Ich nehme den “bibliothekarischen Blog” mal als Kompliment
. Nein, dieser Blog beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema Bibliothek (eins von vielen), sondern insgesamt mit den Veränderungen der neuen Medien in den Wissenschaften. Da er nicht nur von Bibliothekaren gelesen wird, sondern eben auch von Bibliotheksnutzern ist die Abstimmung hier schon sinnvoll.
mein Schließen auf einen bibliothekarischen Blog kommt wohl daher, dass ich durch eine Kollegin darauf gestoßen bin
also durch eine Art von Empfehlung, das freut mich und nehme ich als eine Form des Komplimentes an, danke
Pingback: Linktipps der Woche: epub-PlugIn für WP, Forderung nach Reform der bibliothekarischen Verbünde und Lehre in Zeiten von Web 2.0 | Wissenschaft und neue Medien
Kürzlich während eines Seminars die wiederholte Aufforderung der Bibliotheksleiterin an ihr Team: “Wir müssen uns dringend und endlich darüber austauschen, ob und in welcher Form es unsere Bibliothek in ein paar Jahren noch geben wird”. Der Gedanke an ein Ende wird in den eigenen Reihen nur zu gerne vertagt oder am liebsten gänzlich weg geschoben. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Nun, mit diesem Link hierher gebe ich der Leiterin gerne einen weiteren Anschub, ihr Team auf die Zukunft rechtzeitig einzustimmen, bevor die Zukunft sie (über-)stimmt. Und möchte doch auch “by heart” ein paar Sätze dazu beisteuern.
Mir kam der Gedanke – und das sei dem Seminarthema zu verdanken – dass Bibliotheken ein ungeheuer großes und vielseitiges POTENZIAL für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, für junge und alte Menschen, für Einheimische und Migrant(inne)en und Gäste, für Arme und Reiche, für mobile und nicht-mobile Menschen, für Gesunde und Kranke, für Gebildete und Bildungsferne, für Lustige und Grantige, für Dich und mich und alle … besitzen.
Potenzial in Form von Literatur und Wissensspeicher (ob Print, eBook oder Online) aller Themen und Arten, ob Sach-, Fach-, Bilder- oder Jugendbuch, ob als Auskunft von Mund zu Mund, ob audiovisuell, oder via Bits & Bites.
Potenzial in Form von unterschiedlich akzentuierten und agierenden Bibliotheksmitarbeitenden und in Form der Menschen, die diese Institution aufsuchen, sich dort kennen lernen, oder sich zur Bibliothek und ihren Nutzern von zuhause und per Internet vernetzen, austauschen, an- und voneinander lernen, … in guten wie in schlechten (Wirtschafts-)Tagen.
Als gemaltes Bild würde ich diese Potenziale als hin- und herfließende bunte Ströme von Linien, als Kreise, biomorphe Figuren, Quadrate, Kritzelkratzel … zeichnen, mit verschiedensten Materialien, ob in Tempera, als Objektmosaik, ob Öl, Kreide, Bleistift, Wachs, Wasserfarben, Graffiti … erschaffen, ob groß- oder kleinformatig, sperrig oder gefällig … alles in einem schillernden Rahmen, den ein/e Bibliothekar/in hoch hält oder in ihrer/seiner Bibliothek in vielfältiger Aufbewahrungsweise ausstellt.
Musikalisch gesehen höre ich ein fulminantes, nie endendes, sich nie wiederholendes Musical mit leisen, lauten, zarten, hohen, tiefen, klaren, verzerrten … Tönen, als Zweiklang, Konsonanz, Dissonanz, Oktave, Quinte, Quarte oder Terz … dirigiert von einer oder einem Bibliothekar/in, dargeboten in Bibliotheken, die sich verwandeln in Konzertsäle, Liveclubs, Musikgaragen, Kleinkunstbühnen, Wohnzimmerstuben …
Um es körperlicher auszudrücken sehe ich einen wilden, spielerischen, durchgestylten, träumerischen, orientalischen, sportlichen, schwebenden, … Tanz, ob Break Dance, Volkstanz, Rock’n Roll, Moonwalk, Linedance, Standard oder Latino … choreographiert von einer/einem Bibliothekar/in, getanzt in Bibliotheken, die dafür ihre Regale beiseite stellen.
So bunt wie das Leben selbst ist jede noch so kleine Bibliothek. Selbst, wenn sie sich ein enges und gestyltes Profil verschafft hat, so sind es doch die vielfältigen Menschenkinder selbst, die sie in jede Richtung geistig erweitern und bereichern.
Eine junge, berufstätige Mutter, die sportlich ist und gerne tanzt, die eine musikalisch begabte Tochter groß zieht und einen Sohn, der ein kleiner Erfinder ist, zusammen mit einem bildhauenden, mittellosen Künstler, unterstützt von der Großfamilie, die aus der Türkei kommt, die Großmutter eine Analphabetin mit einer Leidenschaft für Handarbeiten aller Art, der Onkel Tankstellenbesitzer und Eisenbahnfreak, die Cousine auf der Suche nach dem ultimativen Berufswunsch und der Neffe auf dem zweiten Bildungsweg … ist es abwegig, ihnen allen einmal in der Bibliothek zu begegnen?
Egal, in welcher Konstruktion und mit welchem Hintergrund … in unseren Bibliotheken kann sich alle Welt einfinden und alle werden von uns Bibliotheksmitarbeitenden (und ich darf mich glücklich schätzen, zu dieser Spezies dazu zu gehören) unterschiedslos und oft sogar noch unentgeltlich bedient, fachlich angeleitet, begleitet, betreut, zuweilen auch bemuttert und aufgemuntert, …
kurzum: es ist die sozialste, demokratischste, politisch und moralisch korrekteste, herzensbildendste, wissensförderlichste, kulturbegeisterndste, ausdauerndste, traditionsreichste, bedachtsamste, verantwortlichste … unwirtschaftlichste, unsicherste, stiefmütterlichst behandeltste, verkannteste, … öffentliche UNENTBEHRLICHSTE Einrichtung von Menschen für Menschen, die man sich vorstellen kann.
Ein paar Zeilen sollten es nur werden … okay, jetzt muss ich wieder etwas arbeiten, um nämlich genau diese Einrichtung mit geeigneter Fortbildung zu unterstützen – womit ich die Beiträge, die sich auf Ausbildung und Schulungen beziehen, goutieren möchte.
Alles Gute unserer Zukunft – natürlich MIT Bibliotheken!
Liebe Frau Munique,
vielen Dank für Ihr engagiertes Eintreten für die Zukunft der Bibliothek mit den stimmungsvollen Bildern. Schaut man sich die Presseberichte der letzten Tage über Bibliotheksnutzung an, so fallen die Schlagzeilen von gestiegenen Nutzerzahlen bzw. Ausleihen im letzten Jahr positiv ins Auge.
Es ist richtig, daß die Bibliothekare den Ort Bibliothek lebendig machen – mit ihrer Erwerbsauswahl, Hilfe, Rat und Auskunft, Veranstaltungsorganisation für die Nutzer. Ohne sie wäre es nur ein Sammelort für Medien aller Art. Spannend ist in diesem Zusammenhang zu sehen, wie sich die Rolle der Bibliothekare in dieser Hinsicht mit der Aufstellung von Selbstnutzungsgeräten (Ausleihe etc.) und der Zunahme von eMedien ändert. Hier liegt eine Herausforderung für die Rolle der Bibliothekare (bzw. FaMis).
Ein anderer Punkt ist die Frage, ob und wie Bibliotheken rechtlich in ihrem Bestand gesichert werden sollen – Schlagwort Bibliotheksgesetz. Ein gutes, sinnvolles Bibliotheksgesetz kann die Zukunft der Bibliothek sichern.
Die Worte von Frau Munique sind wie Balsam in meinen Ohren (Augen?). Treffender kann man die Arbeit von uns Bibliothekaren in Öffentlichen Bibliotheken und vor allem die “Unentbehrlichkeit” dieser Einrichtungen nicht beschreiben. Man sollte bei der ganzen Diskussion um e-Medien nicht vergessen, das ein großer Teil der Nutzer öffentlicher Bibliotheken im Moment nur ein verhaltenes Interesse daran zeigt und gerade diese Leser kommen zu uns, weil sie unseren Service schätzen.
Meiner Meinung nach muss man bei der Frage nach der Zukunft der Bibliotheken stark zwischen ÖB und WB unterscheiden. Die rechtliche Absicherung (Bibliotheksgesetz) wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Bibliotheken hätten als Pflichtaufgabe der Kommune auch die Verpflichtung zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln.
Ich gehe immer noch gerne in die Bibliothek, vorallem zum arbeiten. Ich mag die Atmosphäre dort und kann sehr gut lernen.